6
Jan
2006

Schaut hier jemand rein!?

Ich wollte nochmal loswerden, dass es wirklich ein schönes Seminar war. Endlich mal nur sehr wenige Leute mit vielen Diskussionen. Mit der Handpuppe habe ich übrigens inzwischen sehr erfolgreich gearbeitet. Die Tipps von euch waren dafür sehr hilfreich! Auf Klassenfahrten mit Grundschülern hat der Bär Wunder gewirkt...

5
Jul
2005

Playmobil goes Hollywood

Letzte Woche haben wir ja bekanntlich mit Playmos gespielt...
Das wäre für mich eine verdammt große Herausforderung im Unterricht, da etwas draus zu machen.
Ich würde wohl eher ohne Playmos an das Thema Gewalt gehen. Ich denke, dass es ohnehin ein schmaler Grad ist, auf dem wir uns mit diesem Thema bewegen. Wer weiß, was wir auslösen, wenn ein Schüler tatsächlich die Szene nachstellt, wie er von seinen Eltern geschlagen wird?
Wird er in der Klasse aufgezogen?
Wird er in Schutz genommen?
Wird er zum Außenseiter?
Weint jemand?
Ich kann mir vorstellen, dass es sehr schwer ist, von der persönlichen Ebene wieder auf eine fachliche Basis zu kommen.
Ich würde das Thema Gewalt eher abstrakt angehen; zwar auf die Kommentare (der meisten Kinder) eingehen, aber doch eher Beispiele von Außen heranziehen.
Wenn Gewalt an der entsprechenden Schule ohnehin ein Problem ist, kommt man als Lehrer ohne Hilfe von Außen sowieso nicht mehr aus. So ehrenhaft es ist, sich über sein Unterrichtspensum hinaus für die Schüler einzusetzen, weiß ich wirklich nicht, ob unsereiner sich das in puncto Klassengemeinschaft tatsächlich zumuten sollte. (im eher schlimmeren Fall, der leider heute nicht mehr so selten ist)
Das heißt auf keinen Fall, bei Gewalt wegzuschauen und die Augen vor Problemen im Elternhaus zu verschließen. Ich denke nur, dass ein Kind auch ohne das Nachstellen einer Szene schon persönlich genug berührt ist...
Kann mich jemand eines Besseren belehren?


Ansonsten fand ich das Auftreten von Toby sehr souverän. Er hatte uns gut im Griff. Mich würde noch interessieren, wie aufmerksam die "echten Schüler" bei der Sache waren. Ging es über Tische und Bänke, weil alle versuchten, irgendwas nachzustellen, oder hat es da auch so gut funktioniert? Vielleicht könnte mich das ja dann überzeugen...

28
Jun
2005

Thomas G. goes Haribo

Nun zu meiner Geschichte, die ich aufgrund der Bilder verfasse, die wir in der letzten Veranstaltung vor unserem geistigen Auge gesehen haben:

Es war mal wieder einer dieser Tage, an denen Thomas G. viel zu spät aufgestanden war.
Darum stürzte er mit seiner Tasse Tee aus dem Haus und setzte sich in sein Auto. Der Designer-Anzug hielt nicht lange stand und Thomas verbannte Krüger durchs Fenster auf die Straße.
Mike fuhr zufällig neben ihm und bemerkte, dass ihn alle gaaaanz laut auslachten. Er wusste gar nicht, wie ihm geschah und erteilte Thomas Weltverbot. Mike konnte sich durch seine Sprachlosigkeit nämlich nicht anders wehren. Darüber konnte Thomas nur lachen.
Den großen Topf NIVEA-Creme durch die Fenster auf den Schoß von Thomas zu werfen, hatte für Mike auch nicht den gewünschten Effekt gebracht. Zwar war der Anzug durch Tee und Creme jetzt völlig ruiniert, aber G. warf daraufhin einen Stein, auf welchem eine geheime Botschaft notiert stand:
Verschwinde, du Gummibärchen, oder ich nehme dich mit auf eine einsame Insel, auf der du bis ans Ende deiner Tage die Enden von Würsten zählen kannst. Alles hat nämlich ein Ende, auch deine verdammte Teeproduktion, die mich hier morgens beinahe um die Ecke bringt.
Bisher hatten sich Mike und Thomas immer sehr gut verstanden. Aus Protest verbannte Krüger alle Haribos aus seinem Auto und lutschte von heute an Pfefferminzbonbons.
Die Inseln von Thomas und Mike lagen leider nicht allzu weit voneinander entfernt.
Und wenn sie nicht gestorben sind, so kontert der Eine noch heute die Gummibären des Anderen mit gebrauchten Teebeuteln...
Und die Moral von der Geschicht: Vertraue Haribo und Krüger nicht...

Fühl doch mal...

Da habe ich schon vor einiger Zeit darüber philosophiert, ob man es nun mit oder ohne Apostroph schreibt.
Nach langen Überlegungen und Recherchen bin ich jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich bei der Form "fühl" um ein eigenständiges Wort handelt.
Der Ansatz des ganzheitlichen Lernens wird uns ja tagtäglich in der Uni serviert. Da kommen wir einfach nicht mehr drum herum.
Wenn ich am letzten Dienstag nicht so unter Zeitdruck gestanden hätte, hätte ich wahrscheinlich auch mehr Spaß daran gehabt.
Beim heutigen -ich will es mal Format der Schüler nennen- kommen wir nicht mehr um bewusst sinnliche Wahrnehmungen herum. Die Wahrnehmung vieler Kinder ist heute immer mehr gestört. Dies hängt ja wohl in erster Linie mit dem steigenden Medienkonsum zusammen und in zweiter Linie mit einem verkorksten Elternhaus. Die Glotze ist eben ein leichtes Beschäftigungsmittel - und wie wir gesehen haben nicht besonders fordernd für unser Gehirn...

Übrigens können wir die Tür des Sprechzimmers von mir aus auch gern geöffnet lassen. Vielleicht stolpert dann der ein oder andere darüber, dass man in der Lehrerausbildung auch mal in die Rolle des (Grund)Schülers schlüpfen muss, um ein gesundes Maß an Empathie zu entwickeln. Das passiert meiner Meinung nach noch viel zu wenig.
Wie soll ich ein Spiel o. ä. in einer Klasse umsetzen, wenn ich nie in der Uni selbst solche Spiele gespielt habe?
Nun kann man sich für solche Dinge natürlich außerhalb der Uni Nischen suchen, aber es fehlt eben trotzdem...

Bär steht im Wald

Nun habe ich wahrlich erlebt, wie man Handpuppen nicht einsetzen sollte, aber ich fand unsere Besprechung doch sehr effektiv.
Auf alle Felle werde ich mit Björn dranbleiben und es weiterversuchen. Ich bin nämlich nach wie vor vom Handpuppeneinsatz überzeugt.
Besonders passend finde ich hier das Beispiel der Klassenfahrt, die ich Ende April mitgemacht habe.
Der Bär hat die Kinder sehr fasziniert und ich habe mit ihm ein authentisches Theater aufgeführt.
Vor allem wurde Björn zum Guten-Morgen- und zum Gute-Nacht-Bär. Das hat nicht nur den Kindern Spaß gemacht.
Bären dürfen eben auch mal auf einer Ebene Schimpfen, die Lehrern (und eben Studis) verwehrt bleibt. Das war manchmal sehr hilfreich.
Mein Thema, welches ich mit euch durchgenommen habe, würde ich so nicht in einer dritten Klasse einsetzen. Selbst, wenn tatsächlich die Handpuppe die schwierigen Zusammenhänge wissenschaftlich erklärt, sehe ich in der Grundschule noch nicht viel Effektivität dahinter stecken.
Ich werde demnächst nochmal gucken, wo dieses Thema überhaupt im Lehrplan auftaucht.

PS.: In den Unterrichtsstunden, in welchen ich den Bären bisher eingesetzt habe, ist es auch gar nicht mal schlecht gelaufen. Aber so eine aufmüpfige Klasse wie euch hatte ich auch noch nie. Wobei ich eure schauspielerische Leistung im Nachhinein doch relativ authentisch finde. Ich denke nur, dass eine Handpuppe doch mehr Faszination bei jungen Schüler(innen) auslöst, dass damit nicht ganz so viel Trouble zu erwarten ist...

7
Jun
2005

http://haa-s.de/lernen/home.html

Auch wenn nicht mehr Montag ist, so möchte ich die Aufgabe doch jetzt trotzdem noch nachholen. Vorweg sei schon einmal erwähnt, dass ich die folgend beschriebene Site sehr merkwürdig finde. Von diesem System habe ich bisher noch nichts gehört, obwohl ich mich mit dem Thema Lernen und Gehrin schon öfter und ausführlicher befasst habe. -Jedenfalls nicht unter diesem konkreten Namen, der auch noch geschützt zu sein scheint. Eine Initiative, lebenslang zu lernen ist ja sehr lobenswert, aber macht man das nicht sowieso? Dachte ich bisher jedenfalls immer.


hdi-modell

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie habe eine ähnliche Grafik schon einmal bei Verena Steiner gesehen. Kennt jemand das Buch von ihr: "Lernen als Abenteuer"? Wer schon mal eine Veranstaltung bei Herrn Kako besucht hat, sollte da eigentlich nicht dran vorbei gekommen sein. Da wird dem Leser auch nahegebracht, welcher Lerntyp er ist. Allerdings ist das im Buch etwas, nun ja, ich möchte sagen neutraler aufgebaut. Auf der o.g. Website habe ich den Eindruck, dass mir etwas verkauft werden soll. Das finde ich gerade im Bereich des Lernens doch sehr geistlos. Da ist mir das Buch schon lieber...

Auch die Aufteilung der einzelnen -ich möchte sagen- Charaktereigenschaften finde ich sehr merkwürdig. Wie bei einem Horoskop, was irgendwie auf jeden und doch auf keinen passt. Wenn ich emotional veranlagt bin, wie kann man denn dann den Schluss wagen, ich sei auch musikalisch? Ich kenne viele emotionale Menschen, vor welchen ich schreiend weglaufe, wenn sie auch nur in die Nähe eines Musikinstruments treten (bzw. ein Instrument "treten")

Vor einer Woche hat Herr Schmid für diesen Fall sehr treffende Worte gefunden. Sinngemäß hat er gesagt, dass der Mensch ein absoluter Fan von irgendwelchen Modellen ist und dass er alles in Modelle packt, wo auch nur der Hauch einer Chance dazu gegeben ist. In diesem Fall finde ich es tatsächlich etwas albern, in derlei Hinsicht zu differenzieren.
Außer Frage steht allerdings, dass der eine Mensch eher logisch denkt und der andere ehrer kreativ, spricht, dass die Dominanzen der beiden Hemisphären im Gehirn von Mensch zu Mensch variiert. Jetzt bin ich wirklich auf Kommentare zu diesem Beitrag gespannt, denn es ist durchaus ein streitbares Thema...

Kriterien guten Unterrichts

1.) Offenheit des Lehrers / Referenten
2.) Sicherheit im Stoff
3.) Flexibilität (kann ich eine von mir vertretene Position ggf. ändern, wenn bessere Argumente kommen?)
4.) Struktur /Gliederung transparent gestalten, Ziel nennen
5.) in angemessener Geschwindigkeit klar und deutlich reden
6.) Pausen für etwaige Fragen einbauen, ggf. selbst nachfragen, auf verwirrte Blicke reagieren
7.) (Blick)kontakt zum Plenum halten
8.) Methodenwechsel, Kreativität
9.) gutes Zeitmanagement, Luft für außerplanmäßige Vorkommnisse oder Probleme lassen
10.) adressatenangemessen vortragen / unterrichten
11.) Vorwissen abfragen, mit einbeziehen

...sonst enden nicht nur unsere Schüler so...
lernen

Gendermainstream

Dieses gewaltige Wort tauchte heute im Zusammenhang mit dem Vortrag auf.
Meiner Auffassung nach ist es in manchen Situationen durchaus angebracht, eben gerade nicht die männliche und die weibliche Form der Anrede zu suchen. Ich finde es in Sachtexten oder bspw. Hausarbeiten eher sehr lästig, stets über beide Formen hinweglesen zu müssen.
Ich denke, dass ein besserer Lesefluss nicht gleich diskriminierend wirken muss. Eine Fußnote, in der beschrieben wird, warum man sich für welche Form unterscheidet, tut es doch auch, oder?

Ich habe übrigens vor einiger Zeit in meinem neuen Lieblingsduden gelesen, dass das durchaus übliche große "I" in Wörtern der deutschen Sprache gar nicht vorkommen darf. Das fand ich doch sehr interessant, zumal Wendungen wie "MitarbeiterInnen" oder "LehrerInnen" uns ja tagtäglich begegnen
(aus: Der kleine Duden; Sprachtipps)
Da gibt es doch weitaus wichtigere Punkte in der Gleichberechtigung, als sich nun gerade an Berufsbezeichnungen aufzuhängen, oder?

Motivation wiedergefunden

Nachdem ich heute, kurz vor der Veranstaltung meine "Unmotivation" feierlich im Uniteich versenkt habe, möchte ich nun kurz die heutige Veranstaltung reflektieren, wie es unsere Aufgabe ist...
Die restlichen Aufgaben werde ich dann im Laufe des Tages nachholen.
Folgendes Experiment haben wir heute durchgeführt:
Ein Teilnehmer / eine Teilnehmerin setzte sich auf einen Stuhl und setzte den Tunnelblick auf. Ein zweiter Mitstreiter kontrollierte die Ehrlichkeit vorsichtshalber nochmal.
Rahel nahm nun einen willkürlichen Gegenstand in die Hand und führte diesen entweder von links oder von rechts in das Blickfeld der Testperson.
Es war interessant, zu sehen, wie lange es dauert, bis ein Mensch in der Lage ist, den Gegenstand zu erkennen. Es wurde deutlich, dass der Blickwinkel doch relativ eingeschränkt ist. Dies haben wir auf den erhöhten Medienkonsum zurückgeführt.
Als Proband fühlte ich mich doch zunächst etwas verunsichert, da mein typisches Verlangen, nach Dingen zu schauen, die um mich herum passieren unterbunden werden musste. Letztlich fiel uns in der Diskussion im Anschluss an die Veranstaltung noch Folgendes auf: Mutmaßlich ist es einfacher, Alltagsgegenstände zu erkennen, da man hier auch bei einem kleinen Ausschnitt schon Verknüpfungen ihre Bahn gehen lassen kann.
Die "Blumenvase" (eigentlich das Wischding für die "Stifttafel") war hingegen schwer zu erfassen. Dies merkt man auch schon daran, dass ich nicht einmal für diese Reflektion die richtige Bezeichnung für das Teil finde.

Im zweiten Teil haben wir einen sehr engagierten Vortrag über das Jugendwerk der AWO gehört und über Kinderrechte diskutiert. Es ist verdammt nochmal nicht einfach, Paragraphen in Form von Phantomime darzustellen. Aber es war letztlich durchaus sehr anschaulich...

16
Mai
2005

Loswort Lernprozess

Mein Loswort lautete dankenswerter Weise "Lernprozess".
Nun meine Gedanken zu diesem, zugegebener Maßen, eigentlich schwer zu beschreibenden Begriff:
Ein Lernprozess vollzieht sich immer dann, wenn jemand etwas Neues in seinem Hirn speichert. Dies kann durch eigene Entdeckung geschehen, oder durch die Erklärung von Leuten, die von der betreffenden Sache schon einen Plan haben.
"Man lernt nie aus!", ist ein genauso abgekauter, wie weitverbreiteter Spruch zu diesem Thema...
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